Capoeira ist eine Kampfkunst, die ursprünglich aus Brasilien stammt. Sie wurde dort im 16. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven entwickelt, denen jede anderweitige Verteidigungsmöglichkeit untersagt war. Um diese Verbote umgehen zu können, entwickelten sie den tänzerischen Charakter der Capoeira. Damit war es ihnen möglich, die Kampftechniken zu verbergen.
Capoeira vereint rhythmische Musik und geschmeidige Akrobatik mit Bewegungen aus dem Ju-Jutsu und präzisen hohen Kicks.
Das gegenseitige Sich-Aneinander-Messen nennt man „Spiel“. Ziel des Spieles ist es nicht, den Anderen durch Kraft und Aggression zu besiegen, sondern sich gegenseitig in gekonntem Zusammenspiel durch geistige und körperliche Geschicklichkeit und Schnelligkeit die Grenzen aufzuzeigen. Dabei sind besonders Intuition und Improvisation gefragt.
Basis der Capoeira ist die Philosophie und Geschichte dieses Sports und mit ihm der Respekt vor Traditionen und Disziplin.
